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Hollywod-Star mit provokanter These: „Nur Vinyl-DJs sind richtige DJs“

Andrew Garfield – vor allem bekannt aus „The Amazing Spiderman“ – hat mit einer Aussage zur Vinyl-gegen-Digital-Debatte in der DJ-Szene für Diskussionen gesorgt. In der Online-Serie „Subway Takes“ erklärte der Schauspieler, dass man sich nur dann wirklich DJ nennen könne, wenn man mit physischen Schallplatten auflege. Im Gespräch mit Moderator Kareem Rahma berichtete Garfield von [...]

Andrew Garfield – vor allem bekannt aus „The Amazing Spiderman“ – hat mit einer Aussage zur Vinyl-gegen-Digital-Debatte in der DJ-Szene für Diskussionen gesorgt.

In der Online-Serie „Subway Takes“ erklärte der Schauspieler, dass man sich nur dann wirklich DJ nennen könne, wenn man mit physischen Schallplatten auflege. Im Gespräch mit Moderator Kareem Rahma berichtete Garfield von einem Erlebnis in Berlin.

Während der Dreharbeiten habe der Tontechniker, der selbst als DJ aktiv sei, für das Filmteam spontan einen kleinen Rave organisiert. Dafür habe er aus seiner Sammlung mit 12.000 bis 15.000 Schallplatten passende Tracks ausgewählt.

Garfield zeigte sich beeindruckt von der Vorbereitung. Der DJ habe ein ganzes Wochenende damit verbracht, seine Platten durchzugehen und sich zu überlegen, welche Musik zu den anwesenden Gästen passen könnte.

Für den Schauspieler sei das eine besonders persönliche Form des Auflegens gewesen. „Es ist ein kuratiertes Erlebnis, das Zeit, Energie, Sorgfalt und Liebe erfordert“, erklärte Garfield. Er verglich das Auflegen mit Kochen und kritisierte indirekt die zunehmende Bequemlichkeit durch Streamingdienste, die automatisch Musik zusammenstellen.

Die Auswahl des Berliner DJs habe er als echten Liebesbeweis empfunden. Rahma hielt dagegen, dass vor Algorithmen und Streaming jeder DJ schlicht ein DJ gewesen sei. Für die neue Form des Musikhörens schlug er scherzhaft den Begriff „Aux-Romantisierer“ vor.

Garfield stellte anschließend klar, dass er aktuelle DJs, die nicht mit Vinyl auflegen, nicht abwerten wolle. In den Kommentaren unter dem Interview meldeten sich mehrere Künstler zu Wort.

Die kanadische DJ und Produzentin Ciel erklärte, sie liebe Vinyl, halte jedoch nichts von einem Purismus, der andere Formate ausschließe. Entscheidend seien eine durchdachte Musikauswahl und die Absicht dahinter – unabhängig vom Medium.

Die südafrikanische Künstlerin DESIREE bezeichnete Garfields Aussage als elitär. Marlon Hoffstadt reagierte sarkastisch: „Ich wollte schon immer, dass mir ein Schauspieler erklärt, was echtes DJing bedeutet.“

Fairerweise muss festgehalten werden, dass Gäste in der Show „Subway Takes“ die Aufgabe haben, sogenannte eigene „Hot Takes“ zu äußern. Die Diskussion um Vinyl und digitale Formate begleitet die DJ-Kultur seit Jahrzehnten.

Mit der Einführung des ersten Pioneer CDJ im Jahr 1994 und des CDJ-1000 im Jahr 2001 setzte sich digitales Auflegen zunehmend als Branchenstandard durch. Vinyl hat dennoch eine treue Anhängerschaft behalten, die insbesondere den physischen Umgang mit Platten und das Mixen nach Gehör schätzt.

Auch Armin van Buuren kündigte für seine Ibiza-Residency 2026 bei [UNVRS] ein Vinyl-only-Set bei jedem Termin an. Carl Cox spielte zudem bei jedem Auftritt der diesjährigen Tour von The Prodigy durch Großbritannien und Irland ein Drei-Deck-Vinyl-Set.

Quelle: DJ Mag

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Der Beitrag Hollywod-Star mit provokanter These: „Nur Vinyl-DJs sind richtige DJs“ ist auf FAZEmag erschienen.