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Protest gegen Regierung: Nastia cancelt US-Gigs und lehnt Bookings ab

Die ukrainische DJ Nastia sagt ihre anstehenden Auftritte in den USA ab und will dort keine neuen Bookings annehmen, bis die US-Regierung ihre Politik gegenüber der Ukraine grundlegend ändert. Das erklärt sie in einem persönlichen Statement. Als Gründe nennt Nastia Entscheidungen der Trump-Regierung: Der wirtschaftliche Druck auf Russland werde gelockert, Energiegeschäfte kämen dem Aggressor zugute [...]

Foto: Alena Pertseva

Die ukrainische DJ Nastia sagt ihre anstehenden Auftritte in den USA ab und will dort keine neuen Bookings annehmen, bis die US-Regierung ihre Politik gegenüber der Ukraine grundlegend ändert. Das erklärt sie in einem persönlichen Statement.

Als Gründe nennt Nastia Entscheidungen der Trump-Regierung: Der wirtschaftliche Druck auf Russland werde gelockert, Energiegeschäfte kämen dem Aggressor zugute und wichtige Militärtechnologie für die Ukraine werde eingeschränkt.

Zugleich werde die Ukraine unter Druck gesetzt, während Russland seine Angriffe fortsetze. „Ich kann nicht einfach zur Tagesordnung übergehen, während politische Entscheidungen die Fähigkeit der Ukraine schwächen, sich zu verteidigen.“

Ihr Land kämpfe um seine Existenz; Menschen würden getötet, Städte zerstört und die Zukunft des Landes bedroht. Ihre Entscheidung richte sich nicht gegen die Menschen in den USA, Veranstalter oder die Musikszene, die sie unterstützt hätten.

„Ich habe großen Respekt und bin ihnen allen dankbar“, schreibt sie. Viele Amerikaner würden die politischen Entscheidungen ebenfalls ablehnen. Nastia betont, Musik habe für sie nie außerhalb der Politik gestanden.

Künstler zu sein bedeute nicht, zu schweigen, wenn grundlegende Prinzipien verletzt würden. Die Entscheidungen der US-Regierung könne sie nicht ändern, wohl aber selbst bestimmen, wofür sie einstehe und woran sie mitwirke.

„Meine Solidarität mit der Ukraine ist nicht verhandelbar“, so die Techno-Produzentin. In den USA wolle sie erst wieder auftreten, wenn sich die Politik gegenüber der Ukraine grundlegend ändere. Seit Beginn des russischen Angriffskrieges solidarisiert sich Nastia regelmäßig mit ihren Landsleuten.

Bereits im vergangenen Jahr verkündete sie, zurück in ihre Heimat nach Kiew gezogen zu sein (FAZEmag berichtete). Trotz der Gefahren gab sie damals an, sie sehe ihre Rückkehr nicht als Flucht oder Rückschritt, sondern als bewusste Entscheidung für Authentizität.

 

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