
Der ehemalige Güterbahnhof in Erfurt könnte künftig Raum für Musik und Kultur bieten. Neben Indoor-Konzerten und Hallensport steht auch ein möglicher Nachtclub zur Diskussion.
Die Landesentwicklungsgesellschaft Thüringen (LEG) führt nach Angaben der Thüringischen Allgemeinen bereits Gespräche mit verschiedenen Interessenten. Konkrete Pläne oder ein festes Betreiberteam gibt es bislang jedoch nicht.
Wie Kay Salberg von der LEG im Takt Magazin erklärt, prüfen Interessenten derzeit unter anderem das Potenzial eines Nachtclubs. Die Umsetzung und das wirtschaftliche Risiko müssten allerdings vollständig von den künftigen Betreibern getragen werden.
„Das ist erstmal ein privates Risiko“, so Salberg. Bis eine kulturelle Nutzung möglich ist, sind umfangreiche bauliche Maßnahmen erforderlich. Teile der Hallen sind in einem maroden Zustand.
Insbesondere die Dachflächen, die Statik und die Anforderungen des Denkmalschutzes erschweren eine Umgestaltung. Für jede geplante Nutzung müssen zudem eigene Genehmigungen eingeholt werden.
Kultur könnte zunächst als Zwischennutzung auf dem Gelände stattfinden. Für das kommende Jahr stellt Salberg weitere Optionen in Aussicht. Langfristig ist auf dem Areal ein gemischtes Innenstadtquartier mit neuen Arbeitswelten rund um den Erfurter ICE-Knoten geplant.
Ob und wann der ehemalige Güterbahnhof tatsächlich zu einem neuen Kulturstandort wird, ist derzeit offen.
Quelle: Groove
Foto: Elmar Nolte via Wikimedia Commons
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