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Fünf Tipps von Patrice Bäumel: So werdet ihr ein besserer DJ

Aus seinen Erfahrungen hinter den Decks und der Beobachtung anderer DJs hat Patrice Bäumel fünf Ratschläge abgeleitet. Sie sollen dabei helfen, die eigene Performance weiterzuentwickeln. Einige davon reichten über den Dancefloor hinaus, schreibt er. DJs sollten sich vom Bedürfnis lösen, ständig Reaktionen aus dem Publikum zu bekommen, rät Patrice Bäumel. Wer alle 15 Minuten erhobene [...]

Aus seinen Erfahrungen hinter den Decks und der Beobachtung anderer DJs hat Patrice Bäumel fünf Ratschläge abgeleitet. Sie sollen dabei helfen, die eigene Performance weiterzuentwickeln. Einige davon reichten über den Dancefloor hinaus, schreibt er.

DJs sollten sich vom Bedürfnis lösen, ständig Reaktionen aus dem Publikum zu bekommen, rät Patrice Bäumel. Wer alle 15 Minuten erhobene Hände brauche, jage einem Höhepunkt nach dem anderen hinterher. Frankey & Sandrino ergänzen in der Kommentarspalte dazu: „Die Party wird ehrlicher und bedeutungsvoller, wenn du nicht nur Hit auf Hit spielst.“

Außerdem sollten DJs Risiken eingehen: weniger auf vorbereitete Setlisten und sichere Hits setzen, mehr dem eigenen Gefühl folgen und live Neues ausprobieren. Auch Fehler gehörten dazu. Sie machten ein Set menschlicher und könnten wichtige Lehrmeister sein.

Für eine selbstbewusste Wirkung brauche es keine aufgesetzte Rolle, sondern eine ruhige, authentische Haltung. Bäumel empfiehlt, aufrecht zu stehen und Blickkontakt zu halten. So könne ein DJ das Publikum souverän durch den Abend führen.

Lange Sets stärkten Ausdauer und Konzentration, schreibt Bäumel. Sie schulten außerdem das Gespür dafür, wann Zurückhaltung gefragt sei und wann ein Moment für mehr Energie gekommen ist. Wer länger auflege, müsse auch ungewohnte Phasen der Nacht gestalten und erweitere dabei seine Musiksammlung.

Neue Musik sollten DJs an ungewöhnlichen Orten suchen: in älteren Katalogen, abseits von Charts und Promos oder außerhalb des eigenen Genres. Auch längst bekannte Stücke könnten für das Publikum neu sein. Kollegin BRłDGɆT meldete sich dazu in den Kommentarspalten zu Wort und erinnert sich:

„Vor ein paar Jahren hast du in Sydney eine beiläufige Bemerkung gemacht, die mir im Gedächtnis geblieben ist: Wir werden bessere DJs, wenn wir dieselbe Musik spielen. Genau das musste ich damals hören. Musik hat kein Verfallsdatum.“

 

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320 FM / EDITORIAL

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