
Das kanadische Duo Junior Boys veröffentlicht am 12. Februar sein siebtes Studioalbum „The Gore“. Die Platte knüpft an das 2022 erschienene „Waiting Game“ an, setzt jedoch auf einen dichteren und lauteren Sound. Beide Alben sind konzeptionell miteinander verbunden: „The Gore“ endet mit den Anfangsakkorden seines Vorgängers und könnte so mit ihm zu einem endlosen musikalischen Kreislauf verschmelzen.
Die Ursprünge des Albums reichen bis ins Jahr 2017 zurück. Damals begann Jeremy Greenspan nach dem Tod eines engen Jugendfreundes, musikalische Erinnerungen und Eindrücke aus gemeinsamen Nächten voller Musik, Science-Fiction und Horrorfilmen zu verarbeiten. Als sein Vater kurz darauf unheilbar an Krebs erkrankte, flossen auch jüdische Gebetsmelodien und Formen der Trauerarbeit in den kreativen Prozess ein.
Fünf Jahre lang blieb das Projekt unveröffentlicht. Später entwickelte Greenspan die Ideen zu einem neuen Album weiter. Zwei Stücke, „Yizkor“ und „Night Service“, gehen unmittelbar auf das frühere Material zurück, während die übrigen Songs neu entstanden.
Musikalisch führt „The Gore“ die Produktionsmethode von „Waiting Game“ fort: Greenspan schichtet zahlreiche Aufnahmen übereinander, verzichtet diesmal aber auf die Zurückhaltung des Vorgängers. Als Einflüsse nennt er unter anderem Sly and the Family Stone, Marvin Gaye, Pan Sonic und Basic Channel. Auch britische Science-Fiction und Filme wie Peter Weirs „Picnic at Hanging Rock“ prägen die Atmosphäre der Platte.
Neben Greenspan arbeitete sein langjähriger Bandkollege Matt Didemus am Album mit. Dazu kommen Saxofonist Colin Fisher, Schlagzeuger Dale Butterfield sowie die Sängerinnen Robin Dann und Linnea Sigglekow. Für Greenspan steht dabei weiterhin das Album als geschlossenes Werk im Mittelpunkt – als musikalischer Raum, in den man sich zurückziehen und für eine Weile in eine andere Welt eintauchen kann.
„The Gore“ erscheint am 12. Februar auf allen gängigen Plattformen.
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