
Die serbische Club- und Festivallandschaft feiert den Wahlsieg der studentisch unterstützten Bewegung bei der Parlamentswahl am Sonntag, dem 25. Oktober. Clubs und Festivals wie Drugstore und Karmakoma in Belgrad sowie EXIT und No Sleep aus Novi Sad veröffentlichten Botschaften, in denen sie das Ergebnis begrüßten.
Der Belgrader Club Drugstore teilte Aufnahmen der Feierlichkeiten auf den Straßen und versah seinen Beitrag mit dem Wort „Raveland“. Karmakoma schrieb „Students have won!“. Auch das langjährige EXIT Festival feierte das Ergebnis mit der Botschaft „Freedom is back in Serbia“. Das Schwesterfestival No Sleep hatte zuvor Bilder von langen Warteschlangen vor Wahllokalen veröffentlicht und zum Wählen aufgerufen: „Freedom is within reach, but to secure it everyone should go out and vote.“
Die Wahl gilt als bedeutender politischer Einschnitt nach fast zwei Jahren studentisch angeführter Proteste gegen Korruption und die Regierung von Aleksandar Vučić. Auslöser der Protestbewegung war der Einsturz eines Vordachs am Bahnhof von Novi Sad im November 2024, bei dem 16 Menschen ums Leben kamen. In der Folge forderten zahlreiche Menschen Aufklärung und politische Verantwortung.
Vučić, der die serbische Politik seit 2014 geprägt hatte, räumte am Sonntag seine Niederlage ein. Vorläufige Prognosen deuteten laut The Guardian darauf hin, dass die von Studierenden unterstützte Wahlliste eine parlamentarische Mehrheit erreicht habe. Die Wahlbeteiligung lag demnach bei annähernd 70 Prozent – dem höchsten Wert in Serbien seit dem Zerfall Jugoslawiens 1992.
Die Reaktionen aus der Clubszene zeigen, welche Bedeutung das Wahlergebnis für Teile der serbischen elektronischen Musikkultur hat. EXIT und No Sleep hatten die Protestbewegung bereits im Vorfeld öffentlich unterstützt.
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Der Beitrag „Freedom is back“: Serbische Clubs und Festivals feiern Machtwechsel in der Politik ist auf FAZEmag erschienen.