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Vogue empfiehlt: Auf diese zehn DJs solltet ihr ein Auge werfen

Die europäische Clubszene entwickelt sich in mehrere Richtungen gleichzeitig: Trance erlebt ein Comeback, House gewinnt jüngere Zielgruppen zurück und Hard Techno wird schneller und euphorischer. Gleichzeitig finden Balkan-Melodien und regionale Klänge zunehmend ihren Weg auf internationale Dancefloors. Das Magazin Vogue Adria hat zehn DJs und Produzenten ausgewählt, die diese Entwicklung widerspiegeln und deren Karr…

Die europäische Clubszene entwickelt sich in mehrere Richtungen gleichzeitig: Trance erlebt ein Comeback, House gewinnt jüngere Zielgruppen zurück und Hard Techno wird schneller und euphorischer.

Gleichzeitig finden Balkan-Melodien und regionale Klänge zunehmend ihren Weg auf internationale Dancefloors. Das Magazin Vogue Adria hat zehn DJs und Produzenten ausgewählt, die diese Entwicklung widerspiegeln und deren Karrieren derzeit besonders interessant sind.

Die Auswahl entstand unter Beteiligung der Redaktion sowie der Szene-Kenner Filip Ćiković und Mihajlo Piper. Im Fokus stehen sowohl Acts, die bereits international Aufmerksamkeit auf sich ziehen, als auch Künstler, die sich gerade über ihre lokalen Clubszene hinaus einen Namen machen.

Einer von ihnen ist der serbische Produzent Pessto, bürgerlich Predrag Stojkov. Sein Track „That’s What My Life’s Like“ wurde in diesem Sommer von Solomun über Monate hinweg gespielt – unter anderem beim Kappa FuturFestival und im Pacha Ibiza.

Nachdem Clips des zuvor unveröffentlichten Stücks in sozialen Medien kursierten, erschien es schließlich auf Solomuns Label Diynamic. Pessto kann bereits auf Auftritte bei EXIT und ADE sowie weitere Shows in Europa zurückblicken.

Auch der Bulgare GORO steht für eine Entwicklung, die Vogue Adria besonders hervorhebt: die zunehmende Präsenz regionaler Klänge in der internationalen Clubmusik. Unter dem Projektnamen Zabranena Muzika verbindet Gorazd Popov Chalga, Turbo-Folk und weitere Balkan-Einflüsse mit Techno, Gabber, Bass und moderner Clubproduktion.

Im Frühjahr wurde das Programm von Boiler Room in Sofia aufgezeichnet. Ćiković hebt insbesondere hervor, wie GORO traditionelle Motive in elektronische Musik übersetzt und Klänge, die auf dem Balkan lange als geschmacklos galten, einem internationalen Publikum zugänglich macht.

Die Londonerin AMMARA wiederum bewegt sich zwischen Hard House, Trance, Techno und Happy Hardcore. Ihre Auftritte im Hï Ibiza, bei Junction 2 und auf HÖR sowie eine monatliche Sendung bei Rinse FM haben ihre Präsenz in der britischen Rave-Szene gestärkt.

Mit ihrer Single „Heart Sign“ erreichte sie zudem ein Publikum über die Clubszene hinaus. Vogue empfiehlt sie vor allem wegen der Energie ihrer Sets, die verschiedene härtere Genres miteinander verbinden und das Publikum über Stunden auf der Tanzfläche halten sollen.

Aus Köln stammt Cloudy, die als Resident bei Teletech und Adrenaline zur neuen Generation im Hard Techno zählt. Statt ausschließlich auf hohe BPM-Zahlen zu setzen, kombiniert sie härtere Sounds mit Groove, Bounce und euphorischen Momenten.

Anfang des Jahres hob SoundCloud sie als eine der Künstlerinnen hervor, die das aktuelle Schranz-Revival prägen. Es folgten Auftritte beim Kappa FuturFestival, bei europäischen Headline-Shows und während der ADE.

Der 25-jährige Produzent Marsolo aus Utrecht steht für die Rückkehr von House bei jüngeren Clubgängern. Sein warmer, minimalistischer Sound orientiert sich am Deep House der 90er-Jahre. Der Track „Step By Step“ wurde zunächst durch Sets von Chris Stussy, East End Dubs und weiteren DJs bekannt, bevor das Stück zunehmend mit Marsolos Namen verbunden wurde. Inzwischen ist er unter anderem mit einem Essential Mix bei BBC Radio 1, Mixes für Circoloco Radio sowie Auftritten bei europäischen Festivals und in Clubs präsent.

Die niederländische DJ Estella Boersma hat sich in den vergangenen Jahren mit einer Mischung aus Groove Techno, Rave und Dance-Einflüssen der 90er-Jahre einen Namen gemacht. Auftritte im Berliner RSO, im Londoner fabric, beim Stone Techno Festival und auf Ibiza gehören zu ihrer bisherigen Laufbahn.

Mit ihrem eigenen Label EB-REX entwickelt sie zudem eine klarere künstlerische Ausrichtung. Vogue Adria sieht sie besonders deshalb als interessant an, weil sie Musik und visuelle Ästhetik zunehmend zu einer zusammenhängenden kreativen Welt verbindet.

Das walisische Duo Sonickraft, bestehend aus Jon Lewis und Sean Godsall, arbeitet seit Jahren an einem Sound zwischen Melodic House, Indie Dance und Tech House. Künstler wie Pete Tong, Solomun, CamelPhat und Gorgon City haben bereits auf die beiden aufmerksam gemacht.

Tong bezeichnete sie ebenfalls als aufstrebende Talente. 2026 veröffentlichte das Duo weitere neue Musik, darunter im September die EP „Colossal“ auf Diynamic. Für Kulturredakteurin Tara Đukić sind die kontinuierlichen Veröffentlichungen und die Unterstützung etablierter Namen Gründe, Sonickraft weiter im Blick zu behalten.

Auch das Belgrader Duo Divolly & Markward zeigt, wie fließend die Grenzen zwischen regionaler und internationaler House-Szene inzwischen verlaufen. Ihr Sound verbindet Afro- und Tribal-Rhythmen mit House und lateinamerikanischen Einflüssen.

Die Zusammenarbeit mit HUGEL bei „Jump & Shout“ brachte die beiden 2026 einem breiteren Publikum näher. Filip Ćiković hebt hervor, dass ihre eigenen Produktionen zunehmend in den Sets international bekannter DJs auftauchen.

Der belgische DJ und Produzent Pegassi gehört ebenfalls zu den Acts, deren Aufstieg über die heimische Clubszene hinaus sichtbar wird. Sam Huybrecht verbindet Trance, Techno, Hard Dance und House zu einem energiegeladenen Sound.

2026 spielte er einen Essential Mix bei BBC Radio 1 und trat unter anderem bei Awakenings, EDC Las Vegas und Tomorrowland auf. Im September erschien seine Debüt-EP „Ascension“ auf dem eigenen Label Sweet Nothing.

Das Belgrader Duo Innēr Sense rundet die Auswahl ab. Filip Fisher und Nino Čelebić verbinden intensive Clubmusik mit einer ausgeprägten melodischen Komponente. Neben Auftritten im Umfeld von Acts wie WhoMadeWho und KAS veranstalten sie ihre eigenen Innēr-Circle-Nächte.

Mit dem Projekt „All I Need Is You“ verknüpften sie elektronische Musik zuletzt mit Film und einer Kampagne zur Brustkrebsprävention. Mihajlo Piper hebt insbesondere die Verbindung aus härterem Clubsound und emotionaler Tiefe hervor, die ihre Sets auszeichne.

Quelle: Vogue Adria

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