
Sebastian Bocklage ist 18, macht eine Ausbildung zum Kaufmann für Versicherungen und Finanzen und legt erst seit fünf Monaten Techno auf.
In Lohne hat er nun seine erste eigene Party veranstaltet: Für „S3BASTIAN ALL NIGHT LONG“ sparte und investierte er nach eigenen Angaben 9.000 Euro.
Mehrere DJs spielten bei dem Event Techno, House und Bounce in B2B-Sets gemeinsam mit ihm, darunter Dissonanz, Carlo Kalu, Ben Parker, Xerberos, Miro und Jxhn.
Bocklage organisierte die Feier mit Unterstützung von Freunden. Sie bauten über mehrere Abende Lichttrassen und die Ton- und Lichttechnik auf. Für ihn war es der erste Abend, an dem er neben seinem DJ-Auftritt auch als Veranstalter verantwortlich war.
Weniger Gäste als erhofft
Im Vorverkauf kosteten die Tickets 15 Euro. Von 350 angebotenen Karten wurden etwa 250 verkauft. Wegen Regen und Sturm füllte sich die Tanzfläche erst ab etwa 22 Uhr. Insgesamt kamen über den Abend verteilt nach Bocklages Schätzung rund 200 Gäste.
Der junge DJ musste sich um Sicherheit, Ablauf und Getränkeverkauf kümmern und zugleich das Wohlbefinden der Gäste im Blick behalten. Um 23 Uhr übergab Hauptact LORAW die Decks an ihn und seinen DJ-Partner. Sie spielten gemeinsam Schranz und Hardtechno.
Optimismus trotz finanziellem Minus
Mit den Einnahmen konnte Bocklage sein finanzielles Risiko zwar etwas verringern, nach eigener Aussage machte er dennoch Verlust. Die Stimmung habe darunter nicht gelitten: Bis etwa vier Uhr morgens wurde in Lohne weiter gefeiert. Für den 18-Jährigen bleibt vor allem die Erfahrung, ein eigenes Event organisiert zu haben.
Im Gespräch mit dem NDR sagt, er wolle die Veranstaltung nun analysieren und sein Konzept anpassen. Schon im Dezember plant er die nächste Techno-Party. Dass bei der Premiere weniger Gäste kamen als erhofft, hält ihn davon nicht ab.
„Man sagt ja oft learning by doing und ich glaube genau das ist hier der Fall“, schreibt er auf Instagram. „Ich hatte vielleicht zu hohe Erwartungen an mich, da es ist nicht so viel Andrang gab wie geplant bzw. wie es vorgesehen war.“
„Aber ich glaube es passiert alles aus einem Grund und es wird nicht die letzte Veranstaltung gewesen sein, da kommt auf jeden Fall noch etwas“, so der DJ. „Ein riesiges Dankeschön geht vor allem auch an die Artists die so alles gegeben haben!“
Quelle: NDR
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